ATELIER FÜR FARBE
UND ARCHITEKTUR

KATRIN OECHSLIN
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FARB- UND MATERIALKONZEPT ERWEITERUNG UND INSTANDSETZUNG HAUS EBER, ZÜRICH 2020 - 2022

Bauträgerin: Stiftung Jugendwohnnetz, Zürich
Architektur: Wild Architekten GmbH, Zürich
Baumanagement: Bosshard und Partner AG

Das Haus Eber wird beidseitig um ein Segment erweitert. Die vorhandene Gebäude- und Dachvolumetrie wird weiter geführt und schliesst den Neubau mit zwei markanten Brandwänden ab. Diese verstärken den Eindruck von einem Blockrandfragment, das in einer sehr heterogenen Umgebung mit verschiedenen Nutzungsinseln bestehen muss. Es erinnert fast etwas an ein Nagelhaus, oder ruft Assoziationen wie den "Fels in der Brandung" wach, der an der belebten Kreuzung vom Verkehr umspült wird.

Das Ensemble von Alt und Neu soll gestärkt werden, dabei spielt die Farbigkeit eine verbindende und verwebende Rolle. Statt mit einem starken Farbakzent wird die Einheit von Altbau und Neubau durch sich wiederholende Farbigkeiten betont. Die Anbauten erfahren dabei eine farblich stärkere Gewichtung als der Altbau und vermögen so den üppigen Bauschmuck in der Mittelachse aufzuwiegen. Durch die alternierende Farbgebung wird die Wirkung eines Ensembles verstärkt.

Die repräsentativen, strukturreichen Fassaden zur Strasse gehen an den Brandmauern in eine zurückhaltende Putzmaterialisierung über, die den Hintergrund darstellt für die expressive Stahlkonstruktion der Laube auf der Hofseite. Dies ist in Anlehnung an Industriebauten der Jahrhundertwende (u.a. Schlachthof) in einem dezenten „Maschinengrün“ gehalten.

Im Inneren werden die kleinen farblichen Akzente des Aussenraumes aufgegriffen und grossflächig übernommen. Indem nicht zwischen Hülle und Innenleben unterschieden wird, kann die Massivität der Gebäude unterstrichen werden.